Das sehen wir am Himmel – Kleine Begriffserklärung

Wenn Sie jemand fragt, was der Unterschied ist zwischen Meteor, Meteorid und Meteorit, könnten Sie eine Erklärung eben mal schnell aus dem Ärmel schütteln? All denjenigen, die in einem solchen Moment kurz ins Grübeln kommen würden, möchten wir hiermit eine praktische Hilfestellung anbieten.

A

Asteroiden sind „sternähnlich“, so jedenfalls müssen die Alten Griechen sie wohl empfunden haben. Es handelt sich dabei um Kleinstplaneten beziehungsweise Planetoiden, die in der Astronomie generell als Kleinkörper bezeichnet werden. Sie bewegen sich im Sonnensystem auf Keplerbahnen sozusagen ganz normal um die Sonne, sind aber schon deutlich größer als Meteoroiden, aber kleiner als Zwergplaneten.

K

Kometen sind spezielle, kleine Asteroiden, die sich auf sehr exzentrischen Bahnen bewegen, dass sie manchmal der Sonne recht nahe kommen. In diesem Bereich werden sie so aufgeheizt, dass sie Wasser und Gase verlieren, die mit dem Sonnenwind in den Raum hinausgetragen und zugleich zum Leuchten angeregt werden. Wir sehen dann stets einen wunderschönen Kometenschweif, oft viele Tage lang am Himmel stehen.

M

Meteor kommt vom griechischen Wort metéōron, das in etwa „Himmelserscheinung“ bedeutet. Meteore sind genau das, was oben erläutert wurde, nämlich die Leuchterscheinungen der Sternschnuppen. Diese können in Einzelfällen auch mal ziemlich intensiv, also sehr hell sein. In diesen eher seltenen Fällen spricht man von Feuerkugeln oder Boliden.

Meteoriten sind kleine Bruchstücke eines Kometen oder Asteroiden, die immerhin groß genug sind, dass sie auf ihrem Weg durch die Erdatmosphäre nicht vollständig verglühen, sondern noch am Boden als Steine auftreffen und sehr gern gesammelt werden. Besonders leicht sind sie übrigens in der Antarktis zu finden, weil sie sich auf den Eisfeldern ziemlich klar abzeichnen.

Meteoroid oder Meteorid ist die Bezeichnung für das kleine Objekt, das auf seiner Umlaufbahn im Sonnensystem in die Erdatmosphäre eindringt und so einen Meteor im Sinne einer Leuchterscheinung verursacht.

Meteorströme entstehen immer dann, wenn unser Planet die Flugbahn eines Kometen durchquert. Es handelt sich also um viele Sternschnuppen, die alle scheinbar von einem Punkt am Himmel auf uns zu fliegen. Das Sternbild, das sich am dichtesten an diesem Ursprungspunkt befindet, ist jeweils der Namensstifter für den Meteorstrom. Die bekanntesten Meteorströme sind zum Beispiel die Quadrantiden im Januar, im Sommer die Perseiden, die Leoniden im November oder die Geminiden im Dezember.

Die Milchstraße ist unsere „Heimat-Galaxie“, die unser Sonnensystem in einem ihrer Spiralarme beinhaltet. Sie gehört der Form nach der Gruppe der Balkenspiralgalaxien an, besteht aus ungefähr 250 Milliarden Sternen und weist einen Durchmesser von knapp 53.000 Lichtjahren auf. Als Milchstraße wird im Volksmund aber auch jener weit entfernte milchige Streifen von Sternen bezeichnet, die dem benachbarten Spiralarm angehören und nur in sehr klaren, dunklen Nächten sichtbar wird. Was ist eigentlich die Milchstraße?

P

Parsec (pc) ist die Abkürzung für „Parallaxen-Sekunde“ und in der Astronomie eine sehr gebräuchliche Entfernungseinheit. Aufgrund der Bewegung der Erde um die Sonne verschieben sich innerhalb eines halben Jahres die näheren Sterne etwas vor dem Himmelshintergrund der sehr fernen Objekte. Wenn dieses Hin- und Herrücken exakt zwei Bogensekunden ausmacht, dann ist dieser Stern genau ein Parsec, das sind 3,26 Lichtjahre, von uns entfernt. Die Erde hat sich auf ihrer Bahn in sechs Monaten um zwei Astronomische Einheiten (AE) im Raum versetzt. Auf dieser rein geometrischen Grundlage lassen sich die Entfernungen der Sterne im Nahbereich recht genau bestimmen.

S

Sternschnuppen werden von kleinen Körpern mit Durchmessern im Millimeter- und Zentimeterbereich verursacht, die mit hohen Relativgeschwindigkeiten in unsere oberen Atmosphärenschichten eintreten und dort vollständig verglühen. Genauer gesagt werden die Atome und Moleküle der Luft durch die hohe kinetische Energie der Teilchen in einen angeregten Zustand versetzt. Das Leuchten ist eine Folge dessen, dass die Elektronen wieder in ihren Grundzustand zurückkehren und dabei sozusagen als Energie-Ausgleich Lichtquanten aussenden. (Warum heißen Sternschnuppen eigentlich Sternschnuppen?)

Z

Die „Zenithal Hourly Rate“ (ZHR) könnte man mit „zenitaler stündlicher Rate“ übersetzen. Gemeint ist damit die Anzahl der Meteore eines Meteorstroms, die der Beobachter pro Stunde sehen kann. Dabei wird formal vorausgesetzt, dass sich der Radiant im Zenit eines wolkenlosen Himmels befindet und die Helligkeit der einzelnen Sternschnuppen wird auf größer 6,5m festgelegt.

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Beitragsbild: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay