Feldstecher

Was genau ist ein Feldstecher?

Ob zur Beobachtung von Vögeln, Rehen und Hirschen im Wald, Delfine und Wale im Meer oder um die Sterne am Himmel zu erkunden – ein ordentliches Fernglas oder ein Feldstecher sind immer nützlich. Doch was ist eigentlich ein Feldstecher? Im Grunde genommen ist ein Feldstecher das gleiche wie ein Fernglas. Beide werden zur Verbesserung der Sicht verwendet, um Objekte aus der Entfernung zu betrachten. Dabei handelt es sich um zwei Teleskope, die nebeneinander montiert und so ausgerichtet sind, dass sie in die gleiche Richtung zeigen, sodass der Betrachter beim Beobachten entfernter Objekte beide Augen einsetzen kann. Die Länge der Entfernung hängt von der Leistung ab. Obwohl die beiden Begriffe häufig sinnverwandt angewandt werden, gibt es einige grundlegende Unterschiede.

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Der Unterschied zwischen einem Fernglas und Feldstecher

Ferngläser mit Prismen gehören zu der beliebteren Art von Ferngläsern, da sie eine bessere Vergrößerung in einem kompakten Gehäuse bieten. Sie enthalten in jedem Tubus einen Satz Prismen, die das Licht reflektieren und somit eine weitere Weglänge zeigen. Dieses führt zu einer stärkeren Vergrößerung, wodurch das Fernglas kürzer und der Abstand der Objektivlinsen größer wird.

Feldstecher haben keine innen liegenden Prismen, sodass sie wesentlich robuster sind als Ferngläser. Sie enthalten sowohl die Objektivlinse (die große Linse, die das Licht einfängt) als auch eine zweite Linse im Inneren des Tubus, um die Schärfe und Entfernung des Bildes manuell einstellen zu können. Feldstecher können ein Bild jedoch höchstens um das zehnfache vergrößern.

Durch die Vergrößerung und das Gewicht, die erforderlich sind, um eine stärkere Vergrößerung zu erhalten, könnte der Feldstecher nicht mehr mit der Hand bewältigt werden. Die Stabilität wäre nicht ausreichend, sodass das Bild verwackeln würde. Um stärkere Vergrößerungen zu erzielen, müsste ein Stativ eingesetzt werden. Die optimale Vergrößerung bei einem mittelgroßen Feldstecher liegt bei einen fünf- bis zehnfachen Wert.

Wodurch entstand der Begriff Feldstecher?

Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurden bei Theateraufführungen zur besseren Sicht Monokel verwendet, die man als Stecher bezeichnete. Später entstanden daraus Operngläser, die von Hand gehalten wurden. Als Ersatz für das Opernglas entwickelte Carl Zeiss im 19. Jahrhundert die sogenannten Stechbrillen, die eine schärfere Sicht auf entfernte Dinge ermöglichten. Zeiss meldete ein Patent an und entwickelte daraus Feldstecher, mit denen die Schärfe eingestellt werden konnte.

Sie sahen schlicht aus und waren mit Materialien zum Schutz vor Sonne, Luft und Gischt überzogen. Optisch waren sie nicht viel effektiver als ein Opernglas und erzielten lediglich bis zu dreifache Vergrößerungen. Eingesetzt wurden die ersten Feldstecher zunächst bei der Wehrmacht und später beim Bundesheer, um über die Felder zu blicken. Weil aus den früheren Zeiten der Begriff Stecher noch geläufig war, bezeichneten die Soldaten die Gläser als Feldstecher.

Welche Vor- und Nachteile haben Feldstecher?

Durch ihre kompakte Bauweise lassen sich Feldstecher hervorragend in den Taschen verstauen. Sie lassen sich überall hin mitnehmen, sind handlich und schnell einzusetzen. Hervorzuheben ist zudem, dass sich die Schärfe mühelos mit einem Drehring einstellen lässt. Der Nachteil von Feldstechern ist, dass Vergrößerungen nicht mehr darzustellen sind, sobald das Gerät in der Hand liegt. Für Brillenträger ist die Handhabung etwas umständlich, da die Brille abgenommen werden muss, wenn man durch die Gläser schauen möchte.

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