Galaxy D8-K-MCF 8“ f/6 Teleskop

Die Newton-Spiegelteleskope von Guan Sheng Optical Co., Ltd, Taiwan (GSO) bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Galaxy D8-K-MCF 8“ f/6 Teleskop ist ein besonders hochwertiges Dobson-Teleskop mit der beugungsbegrenzten Galaxy Qualitätsoptik durch eine hochreflektive EAL-Beschichtung. Auch das umfangreiche Zubehör ist bei diesem Modell durchaus luxuriös. Das Gerät ist gewiss etwas teurer als das D8-K-CR, dennoch viel günstiger, als würde man alle Komponenten des Angebots einzeln bestellen.

Was hat das Galaxy D8-K-MCF 8“ f/6 Teleskop zu bieten?

Bei der Auswahl der Grundausstattung hat man einen guten Weg eingeschlagen, denn sämtliche Komponenten sind qualitativ hochwertig und in der Benutzung dennoch einfach. Insofern ist es in der Tat ein Gerät für Anfänger und Profis. Mit der relativ weit geöffneten, beugungsbegrenzten Qualitätsoptik sind besonders helle, kontrastreiche und zugleich hochaufgelöste Abbildungen des Sternenhimmels möglich.

Gut zu sehen sind zum Beispiel die Wirbel der Jupiterbänder sowie die Schattenwürfe seiner größeren Monde, fünf Saturnmonde und die Cassini-Teilung in den Saturnringen, die helle Mars-Polkappe oder auch der kleine Pluto. Galaxien erscheinen endlich deutlich in ihrer Spiralstruktur oder mit ihren Dunkelbändern. Der Orionnebel verrät seine Strukturen und die Kugelsternhaufen lassen sich tatsächlich in ihre Einzelsterne auflösen.

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Warum sind Dobson-Teleskope so beliebt?

Der Entwickler John Laury Dobson legte großen Wert darauf, dass ein Teleskop sowohl leicht zu transportieren als auch aufzubauen ist. Daher entschied er sich für die einfachste, azimutale Bauform, die eine Nachführung in vertikaler und horizontaler Richtung ermöglicht. Insofern kann man sagen, dass ein Dobson-Teleskop im Prinzip einem azimutal montierten Newton-Spiegel gleichkommt.

Um die Geschichte vielleicht noch ein bisschen zu vertiefen: John Dobson war ein amerikanischer Mönch mit der Passion, Fernrohre zu bauen. Als „Sidewalk Astronomer“ in San Francisco brauchte er für seine Vorführungen eine praktische Möglichkeit, auch mal große Spiegel transportieren und sicher halten zu können. Da kam ihm eine Idee.

Man braucht nur eine möglichst quadratische Holzkiste zur Aufnahme des Tubus. Dieser müsste aber mit zwei Höhenrädern versehen werden, wobei die Grundplatte seines Equipments auf einem Stift drehbar gelagert sein muss. An den richtigen Positionen am Tubus angebracht könnte man mithilfe der Höhenräder ein sehr großes Teleskop fast ohne jeglichen Kraftaufwand bewegen.

Dobson machte sich damit nicht nur Freunde, denn ein Axiom der Amateurastronomie besagte, dass jedes Teleskop grundsätzlich eine parallaktische Nachführung braucht. Doch was er mit seiner Variante gewann, das waren zum einen der einfache Transport und zum anderen die Möglichkeit, dass sich jeder Amateur mit Eigenbau behelfen konnte. Die besonders einfache und intuitive Art der Nachführung ist gerade für den Anfänger von großem Vorteil.

Aufbau und Handhabung

Der Tubus und die Rockerbox sind die Hauptkomponenten eines Dobson. Beide sind mit jeweils circa zehn Kilogramm in etwa gleich schwer. Bis zehn Zoll Spiegeldurchmesser, das entspricht in etwa 25 Zentimeter, lassen sich die Vollrohrtuben bequem im Innenraum eines Kleinwagens transportieren, während die Rockerbox gewiss im Kofferraum Platz findet.

Bei der Aufstellung hilft der Sucher, das Beobachtungsobjekt schnell ins Sichtfeld des Okulars zu führen. Im Lieferumfang enthalten sind gleich drei Okulare für ganz unterschiedliche Vergrößerungen. Die verwendeten Normgrößen erweisen sich als sehr praktisch, falls Sie sich später noch andere Okulare für weitere Vergrößerungen anschaffen.

Ein besonderer „Leckerbissen“ ist hier der Crayford-Okularauszug mit einem Microfokus von 1:10, mit dem man sehr sensitiv nachfokussieren kann. Diese Art der Untersetzung hat sich insbesondere gut bei lichtstarken Objekten ab Blende 5 bewährt, weil man so auch noch feine Oberflächendetails des Mondes oder der Planeten scharf stellen kann. Die Rockerbox ist aus Holz und kann einschließlich Teflonlager und Friktionssystem einfach selbst montiert werden. Dazu gehört ein sehr praktischer Okularhalter.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Das Teleskop Galaxy D8-K-MCF 8“ f/6.
  • Der parabolische Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 200 Millimeter und einer Brennweite von 1.200 Millimeter im Öffnungsverhältnis f/6. Er ist aus feinoptischem Glas BK7 gefertigt (Enhanced Aluminium Coating (EAL) mit 96-prozentiger Reflexion).
  • Ein 2“ Crayford-Okularauszug, 1:10 Microfokus plus Adapter auf 1,25“.
  • Ein Sucher (8×50), bequemer 90-Grad-Einblick (per Amici-Prisma), das Bild ist richtig orientiert, was das Auffinden der Objekte sehr erleichtert.
  • Ein Justierokular.
  • Eine Holzbox zur Selbstmontage mit Friktionslager aus Teflon und Okularhalter.
  • Eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache.

Vor der Auslieferung wird jedes Gerät individuell laserjustiert.

Optische Eigenschaften der drei Okulare:

  • Okular 2“ Erfle 42 mm, 29x, AP 7 mm, reales Gesichtsfeld: 2,3 Grad.
  • Okular 1,25“ Plössl 15 mm, 80x, AP 2,5 mm, Gesichtsfeld 0,6 Grad.
  • Okular 1,25“ Plössl 9 mm, 133x, AP 1,5 mm, Gesichtsfeld 0,4 Grad.

Der Fangspiegel hat einen Durchmesser von 50 Millimeter bei einer Obstruktion von nur sechs Prozent Flächenanteil. Der stabile, circa neun Kilogramm schwere Tubus ist rotmetallic lackiert. Sein Durchmesser beträgt ungefähr 24 Zentimeter und seine Länge 115 Zentimeter. Ein Staubschutzdeckel ist im Lieferumfang enthalten.

Die circa elf Kilogramm schwere Rockerbox ist sehr robust und mit einem stabilen Friktionssystem sowie einem Okularhalter ausgestattet, wobei das Teflonlager besonders leichtläufig ist. Der Durchmesser der Bodenplatte beträgt 47 Zentimeter. Für die einfache Montage braucht man lediglich einen großen Kreuzschlitz-Schraubenzieher, alle anderen Kleinwerkzeuge werden gleich mitgeliefert.

Herkömmliche Aluminium-Beschichtungen mit Quarzschutzschicht kommen auf circa 88 Prozent Reflexion. Mit der hier umgesetzten EAL-Optik wird nochmals 19 Prozent mehr Licht eingefangen.

BK7 braucht etwas mehr Zeit, um sich an kühlere Außentemperaturen anzupassen, als zum Beispiel das teurere Quarz-Glas. Ist der BK7-Spiegel aber erst einmal ausreichend ausgekühlt, liefert er sehr gute, kontrastreiche Bilder.

Noch ein paar Worte zum Justieren

Den Sucher justiert man mit nur zwei Schrauben, die senkrecht zueinander angeordnet sind, wobei federunterstützte Andruckbolzen die aktuellen Einstellungen fixieren. Bei der bislang üblichen Art und Weise des Justierens musste man drei Schrauben verdrehen, wobei stets zuerst eine Schraube gelöst werden musste, um dann eine andere nachführen zu können. Das war immer recht frickelig.

Der Sucher wird schnell und bequem per Schwalbenschwanzaufnahme am Tubus befestigt, so, wie es auch bei anderen Systemen üblich ist (Vixen, Galaxy, SkyWatcher). Das ist gerade mit Blick auf den häufigen Transport sehr praktisch.

Abbildungen können zusätzliches Zubehör enthalten.