Höhepunkt der Perseiden ist der 12. August

An alle Sternschnuppen-Begeisterten

Zurzeit rast die Erde durch den Schweif eines Kometen hindurch. Um den 12. August wird jedes Jahr die größte Sternschnuppendichte bei den Perseiden erreicht. Die Wetterlage ist für die Beobachtung gerade sehr günstig, denn dafür brauchen wir jetzt klare Nächte und die haben wir in diesen Tagen vielerorts.

Richten Sie Ihre Augen einfach gen Himmel. Den Großen Wagen beziehungsweise den Großen Bären finden Sie ganz bestimmt:

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay | Sternbild Universum

Etwas rechts davon sehen Sie dann auch das berühmte W der Kassiopeia. Noch ein bisschen weiter rechts davon, das ist ungefähr die Himmelsrichtung Osten, kommt das Sternbild des Perseus. In etwa aus seinem Zentrum heraus springen die kleinen Sternschnuppen geradezu heraus auf uns zu.

Bild von DarkWorkX auf Pixabay | Finden Sie Perseus?

Dieser optische Effekt ist nur die Folge davon, dass sich unser Planet im August zufällig in Richtung Perseus bewegt. In die oberen Atmosphärenschichten, die sozusagen gerade die „Frontscheibe“ der Erde bilden, dringen mit recht hohen Relativgeschwindigkeiten die im interplanetaren Raum übrig gebliebenen Staubteilchen und Krümelchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle ein und regen mit ihrer kinetischen Energie die Luftmoleküle zum Leuchten an. Wir haben ja schon darüber berichtet:

Keine Angst vor Sternschnuppen

Nein, es sind eben keine massereichen Kometenkerne, die uns auf den Kopf fallen könnten. Es kommt äußerst selten vor, dass so ein Bröckchen so groß ist, dass es in der Atmosphäre nicht vollständig verglüht und noch als kleiner Meteorit auf den Erdboden aufschlägt.

Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay | Der Sternenhimmel

Wo sind die Perseiden am besten zu sehen?

Es macht keinen Sinn, an dieser Stelle Orte wie Hamburg oder Buxtehude zu nennen. Die Sternschnuppen sind überall dort sehr gut zu sehen, wo es keine Nebenlichter gibt. Gemeint sind damit beleuchtete Fenster, Laternen, Autoscheinwerfer, Ampeln und so weiter. Es lohnt sich daher, einfach ein paar Kilometer aufs Land zu fahren und dort in einen Wald- oder Feldweg einzubiegen und sich eine ganz einsame, abgelegene Lichtung zu suchen. Wenn Sie so einen Platz kennen, von wo aus man zum Beispiel das Band der Milchstraße gut sehen kann, dann sind Sie am richtigen Ort für die Perseiden.

Ein Tipp am Rande: Wussten Sie, dass man in „Fachkreisen“ das Wort Perseiden nicht wie das Ei ausspricht, sondern Per-se-i-den? Und warum heißen Sternschnuppen eigentlich so?

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