Planetscout: Planeten einfach finden und beobachten

Die Beobachtung der relativ nahen, flächigen Himmelsobjekte wie Sonne, Mond und Planeten ist insbesondere in der Amateurastronomie sehr beliebt. Weil das so ist, gibt es den praktischen Planetscout, der sich immer wieder als überaus hilfreicher „Planetenjäger“ erweist, denn es geht ja nicht nur darum, die Planeten richtig zu erkennen, sondern auch darum, zu wissen, ob sie überhaupt zum gewählten Beobachtungszeitpunkt am Himmel in Erscheinung treten.

Manche Planeten befinden sich zum Beispiel eher am Morgenhimmel, und wenn Merkur oder Venus die Erde vor der Sonne gerade überholen, sind sie nur mit einem sehr effektiven Sonnenfilter als schwarzer Punkt vor der gleißenden Sonnenscheibe zu sehen.

Mit Planetscout Planeten einfach finden und beobachten

Wenn der Anfänger oder die Anfängerin mit dem neuen Teleskop lange genug die vielen Krater und Mare auf dem Mond bestaunt hat, kommt unwillkürlich das Verlangen nach mehr. Das bedeutet, dass im nächsten Schritt die Planeten ins Visier genommen werden, allen voran gewiss das hell leuchtende Jupitersystem mit seinen Monden. Es mit bloßem Auge am Himmel zu finden, ist sogar für den Einsteiger eine gut machbare Aufgabe. Beim Saturn kann das schon ganz anders aussehen und beim kleinen Merkur sowieso.

Planetscout weist sämtliche Positionen von Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun am Nachthimmel für das lange Zeitintervall 2019 bis 2025 genauestens aus. Darüber hinaus erhalten Sie wichtige Informationen, die vielfach auf Simulationen basieren, dazu, welche Besonderheiten zu welchem Zeitpunkt noch mit einem Teleskop zu erkennen sein werden.

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Planetscout als praktische Orientierungshilfe für jeden Hobbyastronomen

Bei der Beobachtung der Planeten sind zuweilen Hürden zu überwinden. Da ist zum Beispiel unsere mehr oder weniger durchsichtige Atmosphäre beziehungsweise der Grad der Bewölkung. Aber auch bei klarem Himmel wird es umso schwieriger, je niedriger sich die Kulminationshöhe des Beobachtungsobjekts gestaltet. (Kulmination? Hier gehts zum Astronomie-Lexikon.)

Gemeint ist damit der maximale Höhenwinkel, wenn der Planet seinen Süddurchgang fährt, denn in der Nähe des Horizonts geht der Sehstrahl extrem weit durch die dunst- und staubreiche Erdatmosphäre, was das Licht des betrachteten Objekts bis zur Unkenntlichkeit dämpfen kann.

Aktuelle Pressemitteilungen lesen sich für den Anfänger eher wie „Böhmische Dörfer“ und helfen meistens nicht wirklich weiter. Dies haben die Macher der Scout-Serie vom Oculum-Verlag erkannt und beschlossen, die Informationslücke für die Hobbyastronomen mit jenem kleinen, handlichen Ringbuch zu schließen. Herausgekommen ist dabei Planetscout, die praktische Orientierungshilfe mit vielen Karten und Beschreibungen von den kompetenten Autoren Frank Gasparini und Lambert Spix.

So kompakt wie robust

Wer nachts draußen bei Wind und Wetter ein Buch aufschlagen will, braucht kein dünnes Papier. Deshalb wurde Planetscout in stabiler Weise laminiert und kann so notfalls auch mal ins feuchte Gras gelegt werden. Allein schon aus diesem einfachen Grunde ist das robuste Ringbuch gerade für den Einsteiger sehr zu empfehlen.

Das erwartet Sie beim Planetscout

Wie ist Planetscout aufgebaut?

Nach kurzer, übersichtlicher Einführung ins Thema Sonnensystem fängt es sogleich mit dem sonnennächsten Planeten Merkur an. Danach folgen die gleichartig aufgebauten Abhandlungen aller anderen Planeten unseres Sonnensystems.

Jeweils auf der ersten Doppelseite wird der Zielplanet genau vor- und dargestellt, dessen Sichtbarkeit sowohl mit bloßem Auge als auch durch das Teleskop wird eingehend diskutiert. Für die inneren Planeten Merkur und Venus weist eine übersichtliche Tabelle die wichtigen Zeiten der größten westlichen und östlichen Elongation für den gesamten Zeitraum 2019 bis 2025 aus. An entsprechender Stelle stehen für die äußeren Planeten die Zeiten ihrer Oppositionen, also jener Phasen, wenn sie der Erde besonders nahe kommen und prinzipiell gut zu beobachten sind.

Die folgende Doppelseite enthält jeweils umfängliches Kartenmaterial, damit der Planet leicht gefunden werden kann. 

Fazit:

Planetscout wurde bewusst als „Immer-dabei-Werkzeug“ konzipiert. Der Einsteiger lernt damit sehr schnell, alle Planeten zu identifizieren, und auch der Amateurastronom ist gut beraten, diese robuste Suchhilfe stets bei sich zu tragen. Die spezielle Seitenbeschichtung hat sich im Außenbereich während taunasser Nächte immer wieder gut bewährt.

Titel: planetscout – Planeten einfach finden und beobachten
Autoren: Lambert Spix, Frank Gasparini
Verlag: Oculum-Verlag, Erlangen
Jahr: 2018
ISBN: 978-3-938469-93-4