Was ist eine azimutale Montierung?

Es geht dabei unter anderem um die notwendige Nachführung des Teleskops, um die ständige Drehung der Erde zu kompensieren. Früher machte man das von Hand, wenn das Beobachtungsobjekt aus der Bildfläche zu driften drohte. Heute ist ein kontinuierlicher, motorischer Antrieb üblich. Dies ist umso wichtiger, wenn man sich bewegende Objekte wie Erdsatelliten, Kometen oder Planetoiden verfolgen möchte. In diesen Fällen braucht es aber einen zusätzlichen Antrieb und gegebenenfalls noch weitere Achsen, wobei dann die Bahnelemente des Objekts als Parameter für eine Computersteuerung dienen. 

Bei der alt-azimutalen Montierung, kurz Altazimut, gibt es eine vertikale „Stehachse“, um die sich die ganze Anlage dreht. Das Fernrohr selbst kann zusätzlich auf einer horizontalen Achse zwischen dem Zenit und dem Horizont geschwenkt werden. Auf diese Weise lässt sich jeder Punkt am sichtbaren Himmel ansteuern. Daher kommt auch die Bezeichnung Altmontierung, die mit dem englischen Wort „altitude“ auf den Winkel für die Höhenansteuerung hinweist.

Es ist logisch, dass beim Nachführen die Geschwindigkeiten bezüglich beider Achsen grundsätzlich unterschiedlich sind. Da dies aber heute per Computersteuerung einfach zu realisieren ist, sind sogar die größten und schwersten Teleskopanlagen mit der mechanisch besonders soliden azimutalen Montierung ausgestattet. Dies gilt übrigens auch für sogenannte Gabelmontierungen.

Weitere Begriffserklärungen haben wir hier zusammengestellt.